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Zentralarchiv der Ev. Kirche der Pfalz:
Zukunft braucht Vergangenheit - Wir zeigen Ihnen den Weg!

Lesesaalordnung

Zentralarchiv

der Evangelischen Kirche der Pfalz

Lesesaalordnung

Ein Wort vorab an unsere Benutzerinnen und Benutzer...

Das Zentralarchiv der Evangelischen Kirche der Pfalz verzeichnet steigende Benutzungszahlen. Das Archivteam freut sich über das Interesse an den Beständen aus sieben Jahrhunderten. Es bedarf allerdings einiger Regelungen, um den geordneten Ablauf im Lesesaal im Interesse aller sicherzustellen.

 

Wenn Sie die folgenden Punkte dieser Lesesaalordnung durchgehen, wird Ihnen einiges davon mit Sicherheit bürokratisch, wenn nicht bevormundend vorkommen. Wir bitten Sie aber zu bedenken, dass wir wie alle Archive einmaliges und nicht ersetzbares Kulturgut aufbewahren. Dabei macht es keinen Unterschied, ob es sich um eine Pergamenturkunde aus dem Mittelalter handelt oder um eine Kirchenrechnung aus dem 19. Jahrhundert. Jedes Stück ist für sich genommen einmalig.

 

Im Interesse einer Erhaltung dieser Bestände, die auch nachfolgenden Generationen zur Verfügung stehen sollen, bitten wir Sie daher um Verständnis für die Vorsichtsmaßnahmen, die wir in der Lesesaalordnung festgeschrieben haben. Sie wollen sicher nicht die letzte Person sein, die die Archivalie in die Hand bekommt. Bei den Kirchenbüchern ist die Sicherungsverfilmung so weit fortgeschritten, dass wir in der Regel Rollfilme oder Mikrofiches vorlegen, um das Original zu schonen. Wenn ein Kirchenbuch das Alter von 300 Jahren und mehr erreicht hat, ist es oft stark geschädigt, die Restaurierung ist teuer. Daher möchten wir besonders gefährdete Stücke schonen.

 

Wir bemühen uns, Ihnen die Einsichtnahme in das Archivgut nach Möglichkeit zu erleichtern. Helfen Sie mit, daran zu arbeiten, dass die Überlieferung der Vergangenheit eine Zukunft hat!

Dr. Gabriele Stüber

Speyer, 22. April 2016

 

Zentralarchiv

der Evangelischen Kirche der Pfalz

Lesesaalordnung

Im Anschluss an die Ordnung für die Benutzung kirchlichen Archivgutes (Benutzungsordnung) vom 25. Juni 2002 (Amtsblatt S. 206-212), Ergänzung vom 18. März 2008 (Amtsblatt S. 81) wird folgende Lesesaalordnung erlassen.

 

 

I.        Benutzungsantrag

 

1.      Für jedes Kalenderjahr ist ein Benutzungsantrag auszufüllen, bei wiederholter Benutzung innerhalb eines Kalenderjahres reicht der Eintrag in das Benutzungsbuch. Für jeden Forschungsgegenstand ist ein gesonderter schriftlicher Antrag zu stellen.

 

2.      Mit dem Antrag verpflichtet sich die Antragstellerin oder der Antragsteller, die im Folgenden aufgeführten Lesesaalvorschriften einzuhalten.

 

3.      Die Benutzungsgenehmigung kann unter Bedingungen und mit Auflagen erteilt werden.

 

 

II.       Benutzung von Archivgut im Lesesaal

 

1.      Vor der Benutzung sind Überbekleidung und Taschen in den dafür vorgesehenen Schränken abzulegen.

 

2.       Die gewünschten Archivalien werden mittels eines Bestellzettels angefordert. Mehr als fünf Archivalieneinheiten gleichzeitig werden nicht vorgelegt.

 

3.      Die Aushebung von Archivgut erfolgt an den Öffnungstagen in der Regel bis 14.00 Uhr. An den Dienstleistungsabenden wird Archivgut bis 18.00 Uhr vorgelegt.

 

4.      Ein Anspruch auf die Vorlage von Originalen, die auch als Mikrofilm vorliegen, besteht nicht. Die Vorlage der Originale ist in solchen Fällen eigens zu beantragen und bedarf einer Genehmigung durch die Archivleitung.

5.      Das vorgelegte Archivgut, die vorgelegten Reproduktionen sowie Find- und sonstige Hilfsmittel sind mit aller Sorgfalt zu behandeln. Beim Zurücklegen in die Archivmappe ist auf die korrekte Reihenfolge der Objekte und ihrer Bestandteile (z.B. Anlagen) zu achten.

 

6.      Fallen Schäden am Objekt auf, sind sie der Lesesaalaufsicht unverzüglich zu melden.

 

7.       Im Lesesaal müssen Bleistifte als Schreibmaterialien benutzt werden. Sie sind ggf. bei der Aufsicht erhältlich.

 

8.      Handschuhe aus Baumwolle sind vorgeschrieben bei der Nutzung von empfindlichem Archivgut und Mikrofilmen. Die Handschuhe werden vom Archiv gestellt.

 

9.      Als Lesezeichen oder Markierung für Fotokopieraufträge sind dünne Einlegestreifen zu benutzen, die bei der Lesesaalaufsicht erhältlich sind. Andere Markierungen (etwa mittels Büroklammern) sind verboten.

 

10.    Ein Anspruch auf Lesehilfe durch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Zentralarchivs besteht nicht.

 

11.    Der Verzehr von Lebens- und Genussmitteln (auch Bonbons und Kaugummi) im Lesesaal ist ebenso wie das Rauchen verboten.

 

12.    Im Interesse aller Benutzerinnen und Benutzer bitten wir um Ruhe im Lesesaal. Bitte schalten Sie Ihr Handy aus oder stellen es auf den Modus „lautlos“ um. Der Vorraum des Archivs steht für Besprechungen, Telefonate mit dem Handy oder auch als Pausenraum zur Verfügung.

 

13.    Technische Hilfsmittel des Zentralarchivs stehen, soweit der Dienstbetrieb es zulässt, zur Benutzung zu Verfügung. Ein Anspruch auf ihre Benutzung besteht nicht. Eigene technische Hilfsmittel – wie z. B. Diktiergeräte oder Laptops – darf die Benutzerin oder der Benutzer nur mit Genehmigung des Zentralarchivs verwenden. Die Genehmigung wird in stets widerruflicher Weise nur erteilt, wenn gewährleistet ist, dass dadurch weder das Archivgut gefährdet noch der geordnete Lesesaalbetrieb gestört wird.

 

14.    Die versuchte oder vollzogene Entwendung von Archivgut zieht strafrechtliche Verfolgung und Hausverbot nach sich. Eine unberechtigte Anfertigung von Reproduktionen (etwa durch Fotografieren mittels Handy oder Einscannen von Mikrofiches in den Laptop) zieht Hausverbot nach sich.

 

 

III.      Anfertigung und Benutzung von Reproduktionen

 

1.           Reproduktionen ganzer Kirchenbücher zur Weiterbenutzung durch Dritte an anderem Ort sowie das Fertigen von Fotokopien aus Originalkirchenbüchern sind nicht zulässig.

 

2.           Reproduktionen und Nachbildungen von Archivgut können auf schriftlichen Antrag im Rahmen der technischen und personellen Möglichkeiten des Zentralarchivs angefertigt werden. Das Zentralarchiv entscheidet, ob und nach welchem Verfahren Reproduktionen und Nachbildungen möglich sind. Die Arbeiten sind nach der geltenden Gebührenordnung gebührenpflichtig. Benutzerinnen und Benutzer können am archiveigenen Readerprinter auch selbst Kopien von Mikrofiches erstellen.

 

3.           Ein Anspruch auf Herstellung von Reproduktionen und Nachbildungen besteht nicht. Insbesondere besteht kein Anspruch darauf, dass Aufträge in einer bestimmten Zeit durchgeführt werden. In der Regel werden nur Teile von Archivalieneinheiten reproduziert. Mehr als 30 Kopien (bei Kirchenbüchern 5 Kopien) auf einmal werden nicht sofort gefertigt.

 

4.      Reproduktionen und Nachbildungen von Archivgut werden nur hergestellt, wenn dabei eine Gefährdung und Schädigung des Archivgutes ausgeschlossen werden kann. Die Bildrechte bleiben beim Zentralarchiv.

 

 

Im Übrigen ist den Anordnungen der Lesesaalaufsicht Folge zu leisten.

 

IV.     Inkrafttreten

 

Die Lesesaalordnung tritt am 22. April 2016 in Kraft.