Blatternimpfung im Herzogtum Zweibrücken im 18. Jahrhundert

Schon in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts begann man im Herzogtum Zweibrücken mit der Blattern(Pocken)impfung. Der Zweibrücker Herzog, Karl II. August (1746-1795), erließ dazu am 8. Mai 1769 eine Verordnung: „Unterricht vom Blatter-Einpfropfen“.

Im ersten Teil dieser gedruckt vorliegenden Verordnung werden u. a. die Vorzüge der Impfung beschrieben, wohl auch um Impfgegner, die es damals schon gab, von der Notwendigkeit der Impfung zu überzeugen. Sogar die Pfarrer werden als Befürworter der Impfung genannt: „Die Geistlichen finden auch in dieser der Natur durch die Einpfropfung verschaften neuen Hülfe nichts, welches dem Endzweck des Urhebers der Geschöpfe zuwider seye. Sie sehen vielmehr diese glückliche Erfindung als ein Geschenk vom Himmel an, und halten sich für verbunden, ihre eigenen Kinder daran Theil nehmen zu lassen".

Im zweiten Teil der Verordnung wird in 15 Artikeln die genaue Vorgehensweise bei der Impfung und die Verhaltensweise der Geimpften beschrieben.

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